5. Weitere Konfiguration
- Menü erweitern und Kontaktgründe pflegen
- Auftragsvorlage für eCom freischalten
- Mandantenwerte für eCom pflegen
- Einstellungen pflegen
Menü erweitern und Kontaktgründe pflegen
Übersicht
Zwei kleine Konfigurationen, die die Fußzeile und das Kontaktformular des Shops betreffen.
Eigene Menüpunkte anlegen
Über eCom \ Menüerweiterung legen Sie zusätzliche Menüpunkte für den Shop an. Sie erscheinen in der zweiten Spalte der Fußzeile — je Sprache getrennt.
- eCom \ Menüerweiterung öffnen.
- Sprache wählen.
- Menüpunkt anlegen und befüllen.
- Speichern und Daten bereitstellen.
Typische Beispiele aus einem laufenden System sind Menüpunkte wie Anwenderhandbuch eCom oder Newsletter.
Kontaktgründe pflegen
Die Auswahlliste im Kontaktformular des Shops kommt aus einer Code-Tabelle.
- Grundkonfiguration \ Code-Tabelle öffnen.
- Bereich eCom Kontaktgrund wählen.
- Die gewünschten Kontaktgründe pflegen.
- Speichern und Daten bereitstellen.
Ohne gepflegte Kontaktgründe hat der Kunde im Kontaktformular keine Auswahl.
Damit die Anfragen bei Ihnen ankommen, muss außerdem das E-Mail-Abo eCom - Kontaktformular eingerichtet sein.
Auftragsvorlage für eCom freischalten
Übersicht
Auftragsvorlagen erscheinen im Shop nur, wenn Sie sie dort freischalten. Das geschieht unter Auftragsunterstützung \ Auftragsvorlage im Bereich eCom der jeweiligen Vorlage.
Die Felder dieses Bereichs und ihre Bedeutung stehen in der Leistungsbeschreibung.
Vorgehen
- Auftragsunterstützung \ Auftragsvorlage öffnen und die Vorlage wählen.
- Im Bereich eCom die Anzeige festlegen:
| Wert | Wirkung |
|---|---|
| Keine | erscheint nicht im Shop (Standard) |
| Startmenü | erscheint im Warengruppenmenü |
| Highlightmenü | erscheint im Startmenü und im Highlightmenü |
- Bei Bedarf Gültig ab und Gültig bis setzen. Damit steuern Sie den Shop-Zeitraum unabhängig vom Client.
- Bei Bedarf Prefix und Bezeichnung für die Anzeige im Shop setzen.
- Speichern und Daten bereitstellen.
Warum eigene Termine für den Shop sinnvoll sind
Der Außendienst sieht Aktionen in der Regel einige Tage vor dem Start, um sich vorzubereiten und Termine zu planen. Für den Shop wollen Sie das meist nicht — dort soll die Aktion erst am Starttag erscheinen.
Genau dafür sind Gültig ab und Gültig bis im eCom-Bereich da: sie überschreiben den Zeitraum des Clients.
Warum eine eigene Bezeichnung sinnvoll ist
Trägt die Auftragsvorlage eine Bezeichnung, die für den Außendienst gedacht ist — etwa mit internen Hinweisen oder Konditionsangaben —, überschreiben Sie sie über das Feld Bezeichnung kundenoptimiert für den Shop.
Nur für den Shop, nicht für den Außendienst
Mit der Checkbox Nicht für Außendienst steht die Vorlage ausschließlich im eCom-System zur Verfügung.
Sortiment auf eine Artikelliste begrenzen
Die Checkbox Bei den gewählten Kunden dieser Kundenliste ausschließlich die Artikel der Artikelliste im eCom System anzeigen wirkt wie eine geschlossene Listung: Die Kunden dieser Vorlage dürfen nur die Artikel der Artikelliste aufrufen, suchen und bestellen.
Achtung: Kommt ein Kunde in mehreren Auftragsvorlagen mit dieser Checkbox vor, trifft das eCom-System eine zufällige Auswahl, welche gelten soll. Eine Mischung mehrerer Artikellisten ist nicht möglich. Stellen Sie sicher, dass jeder Kunde nur in einer solchen Vorlage vorkommt.
Was im Shop nicht ankommt
Im eCom-System stehen keine Module zur Verfügung. Module, die Sie der Auftragsvorlage zugewiesen haben, werden im Shop nicht angezeigt — unabhängig davon, welche es sind.
Mandantenwerte für eCom pflegen
Übersicht
Einige Werte, die den Bestellabschluss im Shop steuern, liegen nicht bei eCom, sondern unter Grundkonfiguration \ Mandanten.
Die Grundregel: Mandantenwerte gelten für alle Kanäle, also für Client und Shop gemeinsam — es sei denn, eCom weicht über eine Folgeeinstellung ab.
Zwei Wertelisten sind die Ausnahme und tragen ein eigenes eCom-Kennzeichen.
Die beiden Wertelisten mit eCom-Kennzeichen
Betroffen sind Frachtfreigrenze und Frachtkosten. Beide Listen haben die Spalten Wert, Währung und eCom.
Wenn aktiv, gilt der Wert nur für eCom. Wenn nicht aktiv, nur für den DeDeSales Client.
Achtung: Das Kennzeichen ist eine Weiche, kein Zusatz. Eine Zeile gilt entweder für den Shop oder für den Client, niemals für beide. Wer beide Kanäle versorgen will, braucht zwei Zeilen — eine mit Kennzeichen und eine ohne. Fehlt die eCom-Zeile, hat der Shop keinen Wert.
Beide Listen führen eine Währung. Bei mehreren Währungen brauchen Sie also je Währung eine Zeile — und das wiederum je Kanal.
Vorgehen
- Grundkonfiguration \ Mandanten öffnen und den Mandanten wählen.
- Zur Werteliste Frachtfreigrenze beziehungsweise Frachtkosten gehen.
- Eine Zeile für den Client anlegen — ohne eCom-Kennzeichen.
- Eine Zeile für den Shop anlegen — mit eCom-Kennzeichen.
- Bei mehreren Währungen für jede Währung wiederholen.
- Speichern und Daten bereitstellen.
Zusammenspiel Frachtfreigrenze und Frachtkosten
Unterhalb der Frachtfreigrenze werden die Frachtkosten berechnet, oberhalb nicht.
Die berechneten Frachtkosten erscheinen im Warenkorb als eigene Zeile — über den Artikel, den Sie unter eCom \ Einstellungen als Frachtkosten Artikel hinterlegt haben. Diese Einstellung enthält also die Artikelnummer, nicht den Betrag.
Werte ohne eCom-Kennzeichen
Diese Felder des Mandanten gelten für alle Kanäle:
| Feld | Bekannte Wirkung |
|---|---|
| Mindestbestellwert | Wirkt nicht im Shop — dieser allgemeine Wert wird im Bestellabschluss nicht gelesen, sondern nur für den Export verwendet. Für den Shop gilt der Wert im Reiter eCom. Siehe unten. |
| Mindestlieferzeit in Tagen | Steuert den frühestmöglichen Liefertermin. |
| Maximaler Positionswert | Wird berechnet, die Meldung erreicht den Kunden aber nicht — sie ist eine Rückfrage, und der Shop überspringt Rückfragen. Siehe unten. |
| Warnung ab Menge | Ebenso: wird berechnet, die Rückfrage erreicht den Kunden nicht. Siehe unten. |
| FeiertagsID | Wirkt im Shop. Bestimmt den Feiertagskalender für die Berechnung des frühestmöglichen Liefertermins — je getroffenem Feiertag kommt ein Tag hinzu. |
| Mindestauftragswert (Warnung) | Wirkt nicht im Shop — der Wert wird nirgends gefüllt und bliebe als Rückfrage ohnehin unsichtbar. |
| Mindestbestellmenge | Wirkt nicht im Shop — nur im Vertriebsclient. Siehe unten. |
| Mindestbestelleinheit | Die Einheit, auf die sich die Mindestbestellmenge bezieht — etwa Stk oder Krt. Kein Zahlenwert. Wirkt ebenfalls nur im Client. |
Der Mindestbestellwert steht zweimal da
Am Mandanten gibt es den Mindestbestellwert zweimal: einmal allgemein und einmal im Reiter eCom. Für den Shop zählt ausschließlich der Wert im Reiter eCom — der allgemeine wird im Bestellabschluss nicht gelesen.
| Wert | Wirkung im Shop |
|---|---|
| Mindestbestellwert, Reiter eCom | greift |
| Mindestbestellwert, allgemein | keine — nur für den Export |
| Mindestbestellwert des Debitors | nur in einem Sonderfall, siehe Bestellabschluss |
| Mindestauftragswert (Warnung) | keine |
Achtung: Das ist die häufigste Verwechslung an dieser Seite. Wer die Wertgrenze für den Shop im allgemeinen Feld pflegt, wundert sich, dass nichts passiert — und findet den Fehler schwer, weil der Wert ja korrekt gespeichert ist.
Warum zwei Felder berechnet werden, aber nichts erscheint
Maximaler Positionswert und Warnung ab Menge werden serverseitig tatsächlich ausgewertet. Ihre Meldung ist aber eine Rückfrage — eine Meldung, die im Vertriebsclient jemand bestätigt, um fortzufahren.
Im Shop gibt es niemanden, der das könnte. Der Shop überspringt Rückfragen deshalb grundsätzlich. Das ist eine bewusste Entscheidung, kein Fehler.
| Feld | Vertriebsclient | alter Shop | neuer Shop |
|---|---|---|---|
| Maximaler Positionswert | wirkt | Meldung war sichtbar | unsichtbar |
| Warnung ab Menge | wirkt | Meldung war sichtbar | unsichtbar |
Die Felder sind also nicht funktionslos — sie wirken nur nicht mehr dort, wo der Kunde sie sehen würde. Wer sie für den Shop pflegt, sollte wissen, dass sie dort ohne Folgen bleiben.
Mindestbestellmenge: ohne Wirkung im Shop
Die beiden Felder gehören zusammen — eine Prüfung findet nur statt, wenn beide gefüllt sind — und sie sind mit dem Debitorwert kombinierbar. Im Shop kommt davon aber nichts an:
- Beim Laden des Warenkorbs wird die Unterschreitung berechnet und ein Hinweistext erzeugt („Die Mindestbestellmenge wurde nicht erreicht …").
- Die Schnittstelle, über die der Warenkorb seine Hinweise abholt, gibt diesen Text aber nicht mit heraus. Er geht also verloren, bevor er den Shop erreicht.
- Auch der Bestellabschluss prüft nur den Mindestbestellwert in Euro, keine Menge. Eine Bestellung wird dadurch also nie blockiert.
Das ist keine Eigenheit des neuen Shops — die Lücke steckt schon in der bestehenden Web-Schnittstelle und galt damit genauso für den alten Shop.
Für die Einrichtung heißt das: Die beiden Felder dürfen gepflegt werden, sie wirken dann aber ausschließlich in der Auftragserfassung des Vertriebsclients.
Einstellungen pflegen
Übersicht
Unter eCom \ Einstellungen stellen Sie das Verhalten des Shops ein.
Welche Einstellungen es gibt, welche Werte sie annehmen und was sie bewirken, steht in der Leistungsbeschreibung auf der Seite Einstellungen im Überblick. Diese Seite beschreibt nur das Vorgehen und die Stellen, an denen man sich vertut.
Vorgehen
- eCom \ Einstellungen öffnen.
- Einstellung ändern.
- Speichern.
- Daten bereitstellen.
Eine Änderung wirkt frühestens nach dem nächsten Abholintervall des Shops, also nach 15 oder 30 Minuten.
Einstellungen, die nur zusammen mit einer anderen Stelle wirken
Das ist die häufigste Fehlerquelle: die Einstellung ist gesetzt, aber die zweite Stelle fehlt.
| Einstellung | Braucht zusätzlich |
|---|---|
| Gutscheineingabe | einen angelegten Gutschein unter eCom \ Gutscheinverwaltung |
| Frachtkosten Artikel | Frachtkosten und Frachtfreigrenze als Mandantenwerte mit eCom-Kennzeichen |
| Mindestbestellwert aus Debitor anwenden | gelieferte Debitor-Daten; sonst gilt der Mandantenwert |
| Default-Sprache | Artikeltexte und Warengruppentexte in der gewählten Kultur |
| Noch kein Kunde, Haken entfernt | den Textbaustein Noch kein Zugang – Hinweis unter eCom \ Texte |
Shop-Farben über CSS ändern
Die Farbgebung liegt als Freitext im Feld CSS. Die Farben stehen als CSS-Variablen in HSL-Notation.
Für eine Umstellung auf Ihre Hausfarbe genügen in der Regel zwei Werte:
--primaryauf Ihre Hausfarbe setzen — dunkle Ausprägung.--primary-softauf denselben Farbwinkel setzen, aber sehr hell.
Die HSL-Notation lautet hsl(Farbwinkel Sättigung Helligkeit). Für heller oder dunkler in derselben Farbe ändern Sie nur den letzten Wert. Variablen mit var(--primary) übernehmen den Wert der Hauptfarbe automatisch.
Achtung: Zu jeder Farbe gehört eine
-foreground-Farbe, also die Schrift darauf. Achten Sie auf ausreichenden Kontrast, sonst wird Text im Shop unlesbar.
Der Seitenhintergrund
Früher erzeugte der Shop aus --primary einen Hintergrundfarbverlauf. Der ließ sich nur
abschalten, indem man seine beiden Endpunkte --verlauf-warm und --verlauf-kalt von Hand auf
dieselbe Farbe setzte.
Dafür gibt es eine eigene Variable. Beide Endpunkte zeigen auf
--shop-hintergrund, und die wiederum auf --primary-soft:
--shop-hintergrund: var(--primary-soft);
--verlauf-warm: var(--shop-hintergrund);
--verlauf-kalt: var(--shop-hintergrund);
Weil beide Endpunkte denselben Wert haben, ist im Auslieferungszustand kein Verlauf mehr zu
sehen — der Hintergrund ist einfarbig. Und weil der Wert an --primary-soft hängt, passt er sich
der Hausfarbe von allein an: Wer --primary-soft umstellt, bekommt den passenden Hintergrund dazu.
Einen anderen Hintergrund setzen. Dafür genügt jetzt eine Zeile statt zweier:
:root {
--shop-hintergrund: hsl(0 0% 100%);
}
Einen Verlauf haben wollen. Setzen Sie --verlauf-warm und --verlauf-kalt einzeln auf zwei
verschiedene Farben und lassen Sie --shop-hintergrund unberührt.
Hinweis zur Farbwahl: Eine kräftige Hauptfarbe wirkt großflächig deutlich stärker als auf einer Schaltfläche. Weil der Hintergrund an
--primary-softhängt — also der hellen Ausprägung — fällt das weniger ins Gewicht als früher. Sehen Sie sich das Ergebnis trotzdem am fertigen Shop an, bevor Sie die Farbe festschreiben.
Der Auslieferungszustand und ein Gegenbeispiel
Der Shop wird in Orange ausgeliefert. Daneben steht hier eine blaue Palette als Beispiel für eine Umstellung — beide bauen auf einem Farbwinkel auf:
| Variable | Orange (Auslieferung) | Blau (Beispiel) |
|---|---|---|
--primary |
hsl(27 87% 49%) |
hsl(215 100% 25%) |
--primary-soft |
hsl(27 87% 94%) |
hsl(215 100% 94%) |
--secondary |
hsl(36 82% 50%) |
hsl(211 100% 40%) |
--accent |
wie --primary |
wie --primary |
--ring |
wie --primary |
wie --primary |
--shop-hintergrund |
var(--primary-soft) |
frei wählbar |
--verlauf-warm, --verlauf-kalt |
beide var(--shop-hintergrund) |
beide hsl(0 0% 100%) — weiß, also kein sichtbarer Verlauf |
Von --primary zu --primary-soft bleiben Farbwinkel und Sättigung gleich; nur die
Helligkeit springt — beim Orange von 49 auf 94 Prozent, beim Blau von 25 auf 94. Genau so ist
die Notation gedacht: eine Farbe, zwei Helligkeiten.
--secondary weicht in beiden Fällen leicht ab — ein paar Grad im Farbwinkel und eine hellere
Stufe. Das genügt, damit sich zweitrangige Elemente absetzen, ohne eine zweite Farbe einzuführen.
Hinweis:
--accentund--ringübernehmen die Hauptfarbe. Wer sie nicht ausdrücklich anders haben will, muss sie gar nicht setzen. In der Praxis sind es also drei Werte:--primary,--primary-softund--secondary.
Die vollständige Variablenliste steht in der Leistungsbeschreibung.