3. Preise und Rabatte

Preisfindung

Übersicht

Das eCom-System bringt keine eigene Preislogik mit, sondern nutzt die von DeDeSales.

Welche Preise Ihre Kunden im Shop sehen, hängt daher davon ab, wie die Preisfindung in DeDeSales umgesetzt ist.

Erscheinen im Shop keine Preise oder nur Listenpreise, ist die Ursache in der Regel hier zu finden.

Online- und Offline-Preisfindung

Ist in DeDeSales keine Offline-Preisfindung umgesetzt, stehen auch im eCom-System nur Listenpreise zur Verfügung. Sämtliche Anzeigen und Werte für den Kunden beziehen sich in diesem Fall auf Listenpreise.

Das betrifft nicht nur die Preisanzeige am Artikel, sondern alle abgeleiteten Werte, also auch Positionssummen und die Warenkorbsumme.

Live-Preis-Findung

Die Live-Preis-Findung lässt sich im eCom-System aktivieren. Der Kunde kann die Preise dann im Warenkorb durch das ERP-System berechnen lassen, statt mit den gelieferten Preisen zu arbeiten.

Voraussetzung ist, dass die Zuordnung zwischen Shop und ERP-System stimmt:

Feld Bedingung
PreisgruppeKundennummer muss mit dem Feld Kundennummer oder dem Feld Preisgruppencode übereinstimmen
Währung muss übereinstimmen
Mandant muss übereinstimmen

Stimmt eine dieser Angaben nicht, erhält der Kunde im Shop keine Preise.

Wie sich die Anzeige nach einer Abfrage verhält — nur noch der Live-Preis, geänderte Summenbeschriftung, ausgeblendete Hinweistexte — und wann die Preise wieder verfallen, steht auf der Seite Warenkorb.

Kundenindividuelle Preise und Staffelpreise

Anzeige Steuerung
Kundenindividueller Preis über die Einstellung KIP anzeigen; ohne sie fällt die Anzeige weg
Staffelpreise auf der Artikel-Detailseite werden angezeigt, sofern zum Artikel welche geliefert werden. Eine Einstellung im Backend gibt es dafür nicht

Gutscheine und Sonderrabatte

Übersicht

Das eCom-System kennt zwei Wege, einen Preisnachlass zu gewähren:

Beide werden im DeDeSales-Auftrag als Kopfrabatt hinterlegt.

Gegenüberstellung

Gutschein Sonderrabatt
Einlösung Der Kunde gibt im Warenkorb einen Gutscheincode ein. Wirkt automatisch, ohne Zutun des Kunden.
Gültigkeitsbereich steuerbar über Verwendungsregeln alle Kunden und alle Artikel
Zeitraum zeitlich begrenzbar begrenzter Zeitraum
Verwaltung im Backend eCom \ Gutscheinverwaltung eCom \ Sonderrabatte
Hinterlegung im Auftrag Kopfrabatt Kopfrabatt

Felder eines Gutscheins

Gepflegt unter eCom \ Gutscheinverwaltung.

Feld Erläuterung
Name Bezeichnung im Backend
Gutschein-Code der Code, den der Kunde eingibt
Rabatt % Höhe des Rabatts — nur prozentual
Von / Bis Gültigkeitszeitraum
Mindestbestellwert ab welchem Warenwert der Gutschein gilt; 0 bedeutet keine Grenze
Währung
Art der Kundenauswahl zum Beispiel alle Kunden
Verwendbarkeit wie oft und von wem der Code eingelöst werden darf, siehe unten
Kombinierbar mit eCom - Rabatt Bestimmt das Zusammentreffen mit einem Sonderrabatt, siehe unten
Kampagne Zuordnung zu einer Kampagne

Verwendungsregeln für Gutscheine

Das Feld Verwendbarkeit legt fest, wie oft und von wem der Code eingelöst werden darf. Die Auswahlliste kennt vier Werte, im Ausgangszustand steht sie auf bitte wählen…:

Wert Bedeutung
Gutschein ist einmalig verwendbar kundenübergreifend nur ein einziges Mal
Gutschein ist mehrfach verwendbar beliebig oft
Gutschein ist mehrfach verwendbar, aber nur bei Erstbestellung bei mehreren Kunden, aber je Kunde nur bei dessen erster Bestellung
Gutschein ist mehrfach verwendbar, aber nur einmal je Kunde bei allen Kunden, aber je Kunde nur einmal

Der Gutscheinwert wird ausschließlich prozentual verrechnet. Das Feld heißt Rabatt %, einen festen Betrag gibt es nicht.

Wenn Gutschein und Sonderrabatt zusammentreffen

Je Gutschein wird über den Haken Kombinierbar mit eCom - Rabatt festgelegt, ob er mit einem Sonderrabatt zusammentrifft.

Einstellung am Gutschein Verhalten
Ja Beide Rabatte werden addiert. Die Summe wird als Kopfrabatt in den DeDeSales-Auftrag eingetragen.
Nein Das eCom-System verweigert den Gutschein, wenn der Sonderrabatt höher ist als der Gutschein-Rabatt.

Die Regel bei Nein ist also kein einfaches Verbot der Kombination, sondern ein Vergleich: Der Gutschein wird nur dann abgelehnt, wenn der Sonderrabatt höher ist. Bei Gleichstand wird er angenommen.

Wichtig: Der Vergleich entscheidet nur über die Annahme des Gutscheins — nicht darüber, wie viel am Ende abgezogen wird. Ist der Gutschein angenommen, wird der Sonderrabatt beim Bestellabschluss auf null gesetzt. Es zählt dann ausschließlich der Gutschein-Rabatt, unabhängig von seiner Höhe.

Das ist die praktische Folge: Bei Nein addiert sich nichts, und ein angenommener Gutschein ersetzt den Sonderrabatt.

Warum ein Gutschein abgelehnt wird

Grund Meldung
Code existiert nicht, gilt nicht für diesen Mandanten oder Kunden, oder die Währung passt nicht „Gutschein nicht gefunden!"
Gültigkeitszeitraum überschritten „Der Gutschein ist abgelaufen!"
einmalig verwendbar und bereits von irgendjemandem eingelöst „Gutschein bereits eingelöst!"
nur einmal je Kunde und von diesem Kunden bereits eingelöst „Gutschein bereits eingelöst!"
nur bei Erstbestellung und der Kunde hat bereits einen abgeschlossenen Auftrag „Dieser Gutschein ist nur für Erstbesteller!"
nicht kombinierbar und der Sonderrabatt ist höher „Gutschein nicht kombinierbar und niedriger als der Sonderrabatt!"
Mindestbestellwert des Gutscheins nicht erreicht „Mindestbestellwert … unterschritten!" mit eingesetztem Betrag

Treffen mehrere Gründe zu, erscheinen die Meldungen untereinander. Die Meldung „Der Gutschein ist abgelaufen!" bildet die Ausnahme: Sie erscheint nur, wenn kein anderer Ablehnungsgrund vorliegt.

Was der Kunde im Shop sieht

Weder Gutschein noch Sonderrabatt mindern die angezeigte Summe. Beide erscheinen als Text:

Ort Darstellung
Warenkorb Hinweiszeile über dem Gutscheinfeld, etwa „Hier kommt ein Sonderrabatt (5%)"
Bestellabschluss je Rabatt ein grauer Hinweis, etwa „Der Sonderrabatt von 5 % wird erst auf der Rechnung abgezogen."
Bestätigungsseite kein Hinweis — dort taucht der Rabatt nicht mehr auf
Bestätigungs-E-Mail kein Hinweis — die Mail an den Kunden enthält im Auslieferungszustand weder Positionen noch Beträge. Mit einem eigenen Template lassen sich Positionen mitschicken

Der Kunde sieht den Rabatt also nur im Bestellabschluss und später auf der Rechnung.

Der Abzug erfolgt erst auf der Rechnung. Das ist eine bewusste Entscheidung — der Rabatt geht als Kopfrabatt in den Auftrag und wird bei der Fakturierung verrechnet.

Übergabe an das ERP-System

Achtung: Der Rabatt findet in Ihrem ERP-System nur dann Anwendung, wenn die Schnittstelle beziehungsweise der Connector den Kopfrabatt berücksichtigt. Das gilt für Gutscheine und Sonderrabatte gleichermaßen.

Beachten Sie außerdem, wie Ihre Schnittstelle definiert ist: Feste Beträge werden anders übergeben als prozentuale Werte.

Auswertung

Um zu sehen, wer einen Gutschein verwendet hat, öffnen Sie im Backend die Gutscheinverwaltung und wählen den gewünschten Gutschein aus. Über den Reiter generierte Gutscheine auf der linken Seite erhalten Sie rechts eine Liste:

Spalte Erläuterung
Gutschein-Code
Ausgestellt am Datum und Uhrzeit
Eingelöst am Datum und Uhrzeit; leer, solange der Code nicht verwendet wurde
Kundennummer wer ihn eingelöst hat
ADM zuständiger Außendienstmitarbeiter
Auftragsnummer der Auftrag, in dem der Gutschein gelandet ist

Über die Auftragsnummer lässt sich nachvollziehen, welche Bestellung zu einem Gutschein gehört.