Mandantenwerte für eCom pflegen
Übersicht
Einige Werte, die den Bestellabschluss im Shop steuern, liegen nicht bei eCom, sondern unter Grundkonfiguration \ Mandanten.
Die Grundregel: Mandantenwerte gelten für alle Kanäle, also für Client und Shop gemeinsam — es sei denn, eCom weicht über eine Folgeeinstellung ab.
Zwei Wertelisten sind die Ausnahme und tragen ein eigenes eCom-Kennzeichen.
Die beiden Wertelisten mit eCom-Kennzeichen
Betroffen sind Frachtfreigrenze und Frachtkosten. Beide Listen haben die Spalten Wert, Währung und eCom.
Wenn aktiv, gilt der Wert nur für eCom. Wenn nicht aktiv, nur für den DeDeSales Client.
Achtung: Das Kennzeichen ist eine Weiche, kein Zusatz. Eine Zeile gilt entweder für den Shop oder für den Client, niemals für beide. Wer beide Kanäle versorgen will, braucht zwei Zeilen — eine mit Kennzeichen und eine ohne. Fehlt die eCom-Zeile, hat der Shop keinen Wert.
Beide Listen führen eine Währung. Bei mehreren Währungen brauchen Sie also je Währung eine Zeile — und das wiederum je Kanal.
Vorgehen
- Grundkonfiguration \ Mandanten öffnen und den Mandanten wählen.
- Zur Werteliste Frachtfreigrenze beziehungsweise Frachtkosten gehen.
- Eine Zeile für den Client anlegen — ohne eCom-Kennzeichen.
- Eine Zeile für den Shop anlegen — mit eCom-Kennzeichen.
- Bei mehreren Währungen für jede Währung wiederholen.
- Speichern und Daten bereitstellen.
Zusammenspiel Frachtfreigrenze und Frachtkosten
Unterhalb der Frachtfreigrenze werden die Frachtkosten berechnet, oberhalb nicht.
Die berechneten Frachtkosten erscheinen im Warenkorb als eigene Zeile — über den Artikel, den Sie unter eCom \ Einstellungen als Frachtkosten Artikel hinterlegt haben. Diese Einstellung enthält also die Artikelnummer, nicht den Betrag.
Werte ohne eCom-Kennzeichen
Diese Felder des Mandanten gelten für alle Kanäle:
| Feld | Bekannte Wirkung |
|---|---|
| Mindestbestellwert | Wirkt nicht im Shop — dieser allgemeine Wert wird im Bestellabschluss nicht gelesen, sondern nur für den Export verwendet. Für den Shop gilt der Wert im Reiter eCom. Siehe unten. |
| Mindestlieferzeit in Tagen | Steuert den frühestmöglichen Liefertermin. |
| Maximaler Positionswert | Wird berechnet, die Meldung erreicht den Kunden aber nicht — sie ist eine Rückfrage, und der Shop überspringt Rückfragen. Siehe unten. |
| Warnung ab Menge | Ebenso: wird berechnet, die Rückfrage erreicht den Kunden nicht. Siehe unten. |
| FeiertagsID | Wirkt im Shop. Bestimmt den Feiertagskalender für die Berechnung des frühestmöglichen Liefertermins — je getroffenem Feiertag kommt ein Tag hinzu. |
| Mindestauftragswert (Warnung) | Wirkt nicht im Shop — der Wert wird nirgends gefüllt und bliebe als Rückfrage ohnehin unsichtbar. |
| Mindestbestellmenge | Wirkt nicht im Shop — nur im Vertriebsclient. Siehe unten. |
| Mindestbestelleinheit | Die Einheit, auf die sich die Mindestbestellmenge bezieht — etwa Stk oder Krt. Kein Zahlenwert. Wirkt ebenfalls nur im Client. |
Der Mindestbestellwert steht zweimal da
Am Mandanten gibt es den Mindestbestellwert zweimal: einmal allgemein und einmal im Reiter eCom. Für den Shop zählt ausschließlich der Wert im Reiter eCom — der allgemeine wird im Bestellabschluss nicht gelesen.
| Wert | Wirkung im Shop |
|---|---|
| Mindestbestellwert, Reiter eCom | greift |
| Mindestbestellwert, allgemein | keine — nur für den Export |
| Mindestbestellwert des Debitors | nur in einem Sonderfall, siehe Bestellabschluss |
| Mindestauftragswert (Warnung) | keine |
Achtung: Das ist die häufigste Verwechslung an dieser Seite. Wer die Wertgrenze für den Shop im allgemeinen Feld pflegt, wundert sich, dass nichts passiert — und findet den Fehler schwer, weil der Wert ja korrekt gespeichert ist.
Warum zwei Felder berechnet werden, aber nichts erscheint
Maximaler Positionswert und Warnung ab Menge werden serverseitig tatsächlich ausgewertet. Ihre Meldung ist aber eine Rückfrage — eine Meldung, die im Vertriebsclient jemand bestätigt, um fortzufahren.
Im Shop gibt es niemanden, der das könnte. Der Shop überspringt Rückfragen deshalb grundsätzlich. Das ist eine bewusste Entscheidung, kein Fehler.
| Feld | Vertriebsclient | alter Shop | neuer Shop |
|---|---|---|---|
| Maximaler Positionswert | wirkt | Meldung war sichtbar | unsichtbar |
| Warnung ab Menge | wirkt | Meldung war sichtbar | unsichtbar |
Die Felder sind also nicht funktionslos — sie wirken nur nicht mehr dort, wo der Kunde sie sehen würde. Wer sie für den Shop pflegt, sollte wissen, dass sie dort ohne Folgen bleiben.
Mindestbestellmenge: ohne Wirkung im Shop
Die beiden Felder gehören zusammen — eine Prüfung findet nur statt, wenn beide gefüllt sind — und sie sind mit dem Debitorwert kombinierbar. Im Shop kommt davon aber nichts an:
- Beim Laden des Warenkorbs wird die Unterschreitung berechnet und ein Hinweistext erzeugt („Die Mindestbestellmenge wurde nicht erreicht …").
- Die Schnittstelle, über die der Warenkorb seine Hinweise abholt, gibt diesen Text aber nicht mit heraus. Er geht also verloren, bevor er den Shop erreicht.
- Auch der Bestellabschluss prüft nur den Mindestbestellwert in Euro, keine Menge. Eine Bestellung wird dadurch also nie blockiert.
Das ist keine Eigenheit des neuen Shops — die Lücke steckt schon in der bestehenden Web-Schnittstelle und galt damit genauso für den alten Shop.
Für die Einrichtung heißt das: Die beiden Felder dürfen gepflegt werden, sie wirken dann aber ausschließlich in der Auftragserfassung des Vertriebsclients.